[ Zurück ]

14.11.2007

Offener Brief

Demonstration am 03. und 17. November 2007

 

Lieber Herr Patzelt,

 

dass Ihr Bündnisaufruf für eine Demonstration am Samstag, 17. November 2007 mit dem Titel

 

Gegen Kriegsstimmungsmache – auch in Nürnberg,

Für friedliche Lösungen des türkisch-kurdischen Problems“

 

einer Verunglimpfung und Unterstellung anderer, friedliebender Menschen, auch der türkischen MitbürgerInnen, die in Nürnberg und Umgebung leben, gleichkommt, finde ich ziemlich überheblich und selbstgerecht.

 

Ich gehe davon aus, dass sich die Menschen, die am Samstag, 3. November 2007, für eine friedliche Lösung des Konfliktes, den es in der Türkei zweifellos gibt, demonstriert haben, mit der Absicht engagieren, dass dies auch in der Türkei, bei den Kurden, der Bundesregierung und der Bevölkerung wahrgenommen wird. Ihnen zu unterstellen, dass sie „Kriegstreiber“ wären, ist infam und muss zurückgewiesen werden.

Dass dies ein führendes Mitglied des Friedensforums formuliert, enttäuscht mich sehr, denn damit haben Sie Ihre Glaubwürdigkeit als Aktivist des Friedensforums verloren.

 

Mit einer kaum vorstellbaren Selbstgerechtigkeit stilisieren Sie „Ihre Demonstration“ zur „demokratischen Alternative“ hoch.

Ich begrüße es – im Gegensatz zu Ihnen – dass ein Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion an der Demonstration am 3. November 2007 teilgenommen hat. Er hat sein Recht wahrgenommen, für eine friedliche Lösung des türkischen, kurdischen und irakischen Konflikts zu demonstrieren.

Ebenso wird er sich und viele SPD-Mitglieder weiterhin an anderen Demonstrationen, die dieses Ziel verfolgen, beteiligen.

Ihr Anspreschpartner zum Thema:

Gebhard Schönfelder

Gebhard Schönfelder

Fünferplatz 2, 90403 Nürnberg

Geschäft: Telefon 231-2906 |

E-Mail Gebhard Schönfelder

Weitere Informationen